Mering unter Strom: So gewinnt unsere Marktgemeinde die Energiewende!

Was für ein Abend! Am vergangenen Samstag verwandelte sich die Schreinerei Fleig in ein echtes Kraftzentrum für die lokale Energiewende. Unter dem Motto „Effizient – Unabhängig – Smart“ hatten wir als Grüne Mering zu einer „Energieparty“ geladen – und die Resonanz war groß! Mit einer Mischung aus Expertenwissen, konkreten Praxisbeispielen und einer Prise Enthusiasmus wurde klar: Die Energiewende ist für Mering kein lästiges Muss, sondern eine riesige Chance für unseren Geldbeutel und unsere Unabhängigkeit.

Sparen mit System: Die Technik macht’s möglich

Den Auftakt machte Johannes Rieger (1komma5 Grad). Sein Credo: Erneuerbare Energien bedeuten Freiheit. Er zeigte eindrucksvoll, wie eine KI-gestützte Steuerung von PV-Anlage, Wärmepumpe und Speicher die Stromnutzung optimiert. Dank dynamischer Stromtarife wird Strom dann verbraucht, wenn er am günstigsten ist – das senkt die Kosten drastisch und macht uns unabhängig von den Preisspitzen der Energiemärkte.

Jens Häberle von BATTR Energy setzte noch einen drauf und präsentierte die enorme Wirtschaftlichkeit moderner Speicher. Wussten Sie, dass Industriebetriebe durch das gezielte Kappen von Lastspitzen jährlich einen sechsstelligen Betrag einsparen können? Mit einem Return on Investment (ROI) von unter zwei Jahren und der Möglichkeit, durch intelligenten Stromhandel das Drei- bis Vierfache an Erlösen im Vergleich zur reinen Einspeisung zu erzielen, sind Batterien echte Renditebringer.

Bürgerkraft und das „Regionalwerk Mering“

Alfred Seitz von der Bürger-Energie-Genossenschaft (BEG) verdeutlichte, dass die Wertschöpfung in unserer Hand bleiben muss. Sein zentraler Vorschlag: Die Gründung eines Regionalwerks, eventuell gemeinsam mit Nachbargemeinden. Warum? Weil wir so das Stromnetz in die kommunale Zuständigkeit übernehmen und die Gewinne hier vor Ort behalten, statt sie an große Konzerne abzuführen. Zudem schlug er eine Bürgersolargesellschaft vor, die alle Gemeindedächer pachtet und Mering so fixierte, günstige Strompreise sichert.

Dass das funktioniert, bewiesen Bernhard Konrad und die Umweltbeauftragte Petra von Thienen gemeinsam mit dem Projekt am Kapellenberg, das 2022 in Zusammenarbeit mit der BEG realisiert wurde. Hier haben 14 Meringer Bürger gemeinsam eine 30 kWp Anlage finanziert, die jährlich 14 Tonnen CO2 spart. Doch das ist erst der Anfang: Allein das Dach der Grundschule II könnte ca. 150.000 kWh pro Jahr liefern – ein gewaltiges Potenzial für unsere Gemeindehaushalt!

Klare Kante für die Zukunft: Laura Matthes

Unsere Bürgermeisterkandidatin Laura Matthes brachte die Vision für Mering auf den Punkt: „Vieles ist möglich, wenn man richtig priorisiert“. Im Gewerbepark würde ein Kooperation zwischen Marktgemeinde, Gewerbetreibenden, Bürgern, und Energieversorger einen Standortvorteil bringen. Eine durchdachte kommunalen Wärmeplanung macht eine erneuerbare und günstige Wärmeversorgung in unseren engen Innerort erst möglich. In Gemeinderat herrscht zu diesen Themen oft Einigkeit, auch sind entsprechende Beschlüsse teilweise schon vorhanden. Lediglich findet die Umsetzung nicht immer statt. Hier wird Laura die Priorisierung neu setzten. Klar wurde – Laura hat einen klaren Plan, wie wir Mering energieautark machen.

Wie geht es weiter?
Der krönende Abschluss war unsere interaktive Runde: „Wenn ich Bürgermeisterin wäre…“ (slides). Die vielen Ideen und das enorme Interesse zeigen: Mering hat Lust auf Zukunft! Die Begeisterung war so groß, dass uns noch am selben Abend viele Besucher baten, ein solches Format zeitnah zu wiederholen.

Wir nehmen diesen Schwung mit! Die Energiewende in Mering ist machbar, bezahlbar und bringt uns als Gemeinschaft zusammen.

Gemeinsam machen wir Mering unabhängig und Energie günstiger. Packen wir’s an! 🌻⚡️