Gemeinsam für ein kühleres Kissing – Gemeinderat einig über Hitzeaktionsplan

Nach einem Antrag der GRÜNEN im Gemeinderat gibt es nun eine fraktionsübergreifende Einigung zur Erstellung eines kommunalen Hitzeaktionsplans für Kissing. Die anderen Fraktionen stimmten dem Ziel zu, die Gemeinde systematisch auf extreme Hitzewellen vorzubereiten. Zuvor sollen Beratungsprogramme des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie Expertise aus dem Klimaschutz-Netzwerk genutzt werden, um die Planung fachlich zu fundieren.

Dies erklärt Marcus Kaiser, Fraktionssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kissing: „Es ist ein wichtiges Signal an alle Bürgerinnen und Bürger, dass der Gemeinderat den Schutz vor extremer Hitze endlich als Priorität erkennt. Hitze ist kein bloßes Wetterphänomen, sondern eine ernsthafte Gesundheitsgefahr, die insbesondere unsere Seniorinnen und Senioren, Kinder und chronisch Kranken trifft. Wir begrüßen es, dass wir hier eine gemeinsame Basis gefunden haben. Jetzt muss die Verwaltung zügig handeln und die Beratungen mit dem LGL nutzen, um einen Plan aufzustellen, der nicht nur auf dem Papier existiert, sondern echte Kühlung in unseren Alltag bringt. Wir brauchen konkrete Maßnahmen: mehr Schatten an den Haltestellen, hitzeresiliente Begrünung im Ortskern und einen verlässlichen Schutz für unsere Pflegeeinrichtungen und Kitas. Wer heute beim Hitzeschutz spart, zahlt morgen mit der Gesundheit der Menschen und einer sinkenden Lebensqualität in unserem Ort.“

Kaiser weiter: „Klimaanpassung ist eine Frage der Gerechtigkeit. Nicht jeder in Kissing kann sich eine Klimaanlage leisten oder in eine kühle Wohnung ausweichen. Deshalb muss die Gemeinde hier in ihrer Verantwortung als Daseinsvorsorgerin einspringen. Wir werden den Prozess nun eng begleiten, damit aus den guten Ansätzen im Gemeinderat zeitnah ein wirksamer Maßnahmenkatalog wird, der Kissing sicher durch die immer heißeren Sommer führt.“

Hintergrund: Die GRÜNEN hatten in ihrem Antrag die Erstellung eines lokalen Hitzeaktionsplans gefordert, orientiert an den Handlungsempfehlungen des Bundesumweltministeriums. Ziel ist die Reduzierung gesundheitsschädlicher Auswirkungen langanhaltender Hitzeperioden durch Maßnahmen wie ein Verschattungskonzept für den öffentlichen Raum, die Sicherstellung gekühlter Aufenthaltsräume in sensiblen Einrichtungen sowie die Ausweitung von Oberflächengewässern und Begrünungen.

KI