Erfolg im Stadtrat: Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Wir haben im Stadtrat beantragt, dass die Stadt Aichach zum „Internationalen Tag der Gewalt gegen Frauen“ am 25. November an der weltweiten Aktion ORANGE DAYS teilnimmt. Jedes Jahr soll ein geeignetes städtisches Gebäude an diesem Tag in Orange beleuchtet werden.

Wir freuen uns, dass unser Antrag diese Woche im Finanzausschuss große Zustimmung fand! (10 von 11 Stimmen)

Den Anfang machen am 25.11.2026 das Aichacher Stadtmuseum sowie das Mahnmal der vergessenen Frauen von Aichach.

Grafik mit Text: bei der UN-Kampagne Orange the world zeigen Menschen, Organisationen, Städte und Unternehmen mit der Farbe Orange ihre Nulltoleranz gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
Grafik mit Text: Ab sofort wird jedes Jahr am Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen ein städtisches Gebäude orange beleuchtet.

Die vergessenen Frauen von Aichach

Zwischen 1933 bis 1945 wurden in der Frauenhaftanstalt Aichach tausende Frauen inhaftiert, oft wegen geringfügiger Vergehen oder zu Unrecht. Über 100 Frauen wurden im Aichacher Krankenhaus zwangssterilisiert. Viele wurden später deportiert und in Ausschwitz ermordet.

Ihre „Vergehen“:

  • in eine arme Familie geboren worden zu sein
  • die „falsche“ Herkunft zu haben
  • kein eigenes Zuhause zu besitzen
  • ein selbstbestimmtes Leben führen zu wollen
Grafik mit Text über inhaftierte Frauen in Aichach

Jedes Schicksal eine Mahnung

Dank des großen Engagements vom Frauenforum Friedberg erinnert seit 2023 ein Mahnmal an diese Frauen. Es steht vor dem Stadtmuseum in der Schulstraße, wo sich früher das Krankenhaus befand.

Auf der brandneuen Website www.vergessenefrauenvonaichach.de kannst du die Schicksale einzelner Frauen und sogar das Interview mit einer Enkelin nachlesen und hören. Es lohnt sich!

Wir sagen herzlichen Dank an

  • die solide Unterstützung im Stadtrat
  • die Stadtverwaltung für die Umsetzung
  • das Frauenforum Friedberg und alle an der Errichtung des Mahnmals Beteiligten und
  • dem Stadtmuseum Aichach für die Bewahrung der Erinnerung an Menschen, die niemals vergessen werden dürfen.

Alte Ideologie, neue Vertreter

All diese Frauen wurden Opfer der Ideologie einer „Volksgemeinschaft“, die von vermeintlich krankhaften, unpassenden Anteilen befreit werden müsse.

Dieselbe Ideologie finden wir heute bei der AfD. Erst gestern, am 6. Oktober 2026, wurde in Sachsen-Anhalt erstmals seit Göring wieder ein Rechtsextremer zum Präsidenten eines Landesparlaments gewählt – mit Stimmen der Union.

Rechtsextremismus ist kein „Ost-Problem“

Auch in Bayern macht die AfD im Landtag keinen Hehl daraus, dass sie wieder Menschen allein fürs Anderssein deportieren will. (Erfahre hier mehr über die Äußerungen der bayerischen AfD)

Gerade in Aichach muss uns die Geschichte eine Mahnung sein: Rechtsextremismus tötet und darf sich niemals wiederholen!